A

Abbund

Der Begriff Abbund stammt aus dem Zimmerhandwerk.

Abbinden ist das maßgerechte Anreißen, Bearbeiten, Zusammenpassen und Kennzeichnen von Schnitt- und Rundholz für Tragwerke, Bauteile und Einbauteile. Im weitesten Sinne gehören Dachausmittlung und Schiftung dazu. Man unterscheidet den traditionellen, den zeichnerischen, den rechnerischen und den computergestützten Abbund. Alle Verfahren bauen aufeinander auf und werden in der Praxis oft kombiniert. Das Ausarbeiten der Hölzer erfolgt mit Zimmererwerkzeug, großen Handmaschinen, stationären Zimmereimaschinen oder CNC-gesteuerte Abbundstraßen, meist auf einem Abbundplatz oder einer Abbundhalle der Zimmerei, kann aber auch vor Ort auf der Baustelle erfolgen.

Im traditionellen Abbund werden über einen Schnürboden, auch Zulage oder Aufriss genannt (eine vereinfachte Zeichnung in Maßstab 1:1), alle Maße und Winkel durch direktes Auflegen der Hölzer ermittelt und angerissen. Hier ist auch der Vorteil: man kann rundes, krummes oder verdrehtes Holz verwenden. Angerissen werden Ab- und Einschnitte, Zapfen, Zapfenlöcher, die Lage von Achsen, Schrägen, Wänden und Einbauteilen durch Anrisszeichen (überlieferte Zeichen und Symbole wie zum Beispiel Bundzeichen, Abschnitt, Mauer- oder Kantenriss, Mittel- bzw. Achsriss oder Fehlriss). Nach dem Ausarbeiten wird das fertige Bauteil im Schnürboden probehalber zusammengelegt, auf Maßhaltigkeit überprüft, abgebohrt (bohren der Löcher für Holznägel bei Zapfenverbindungen) und durch Anbringen der Abbundzeichen (Abnummern oder Scharfzeichnen) für das Richten vorbereitet.

Beim zeichnerischen Abbund wird der Schnürboden maßstäblich Verkleinert (1:10 oder 1:5). Alle zum Anreißen nötigen Maße werden gemessen und hochgerechnet, Winkel werden mit Schmiegen oder Schablone übernommen und auf das Holz übertragen. Zur Kontrolle werden die ausgearbeiteten Hölzer probehalber zusammengelegt und resultierende Maße (zum Beispiel die Gesamtlänge oder -höhe) genommen und mit der Zeichnung verglichen.

Der rechnerische Abbund basiert auf der Tatsache, dass alles, was man zeichnen, auch rechnen kann. Es werden alle Maße und Winkel errechnet, über eine maßstäbliche Zeichnung kontrolliert und über Anreißhilfen (zum Beispiel Alpha-Winkel) auf das Holz übertragen. Auch können Maschinenwinkel und Schnitttiefen errechnet werden.

Im computergestützten Abbund wird die Konstruktion von Bauteilen und Baugruppen in speziellen CAD/CAM-Programmen, den Abbundprogrammen, vorgenommen. Die Ausgabe des Ergebnisses erfolgt als Druck, in dem alle Maße und Winkel aufgeführt sind, das Anreißen und Ausarbeiten erfolgt wie beim rechnerischen Abbund, oder in maschinenlesbarer Form zur Weiterverarbeitung in CNC-Anlagen, den Abbundstraßen.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Abbund

Abbundsoftware

Abbundsoftware unterstützt den Zimmerer(-meister) bei der Abbundplanung. Diese ist Grundlage für die Bearbeitung von Hölzern für ein Bauwerk z. B. einen Dachstuhl. Seit Beginn der 1980er Jahre entwickelte gebrauchstaugliche Abbundsoftware hat inzwischen die herkömmlichen Methoden zur Abbundmaßermittlung, den 1:1 Aufriss auf dem Schnürboden, den maßstäblichen Aufriss (meist 1:10) und den rechnerischen Abbund (mittels Taschenrechner und Formelsammlung) weitgehend abgelöst. Die Abbundplanung lässt sich mit Abbundprogrammen genauer und schneller durchführen.

Die unterschiedlichen Abbundsoftware-Programme basieren auf

  • 3-D CAD-Kernen
  • 2-D CAD oder
  • Rechenprogrammen

die jeweils die speziellen Anforderungen des Zimmerers berücksichtigen.

Zuerst wird ein Grundriss mit Vorgabe der Dachneigungen, Dachüberstände und Traufhöhen eingegeben. Diese Eingaben werden durch verschiedene Hilfen erleichtert (zum Beispiel spezielle Eingabedialoge, grafische Erklärungen usw.). Als erstes Zwischenergebnis entsteht daraus eine Dachausmittlung. Die einzelnen Dachflächen werden mehr oder weniger automatisch mit Tragwerkshölzern (Sparren, Grat- oder Kehlsparren, Pfetten, Pfosten, Kehlzangen, Deckenbalken, Wandhölzern u. v. m.) bestückt. Im Gegensatz zum freien CAD sind die Hölzer an die Dachfläche gebunden (man muss also keinen Bezugspunkt angeben) und gleichmäßig über die Fläche verteilt. Außerdem werden die Enden bereits im richtigen Winkel geschnitten, so dass auf einfache Weise ein dreidimensionales Dachmodell auf dem Bildschirm entsteht.

Nachdem das Modell fertig ist, werden daraus vermaßte Grundriss- und Schnittpläne erzeugt. Alle eingegebenen Hölzer werden zu einer Holzliste zusammengefasst, die längensortiert und verschnittoptimiert ins Sägewerk gegeben wird.

Eine höhere Ausbaustufe der Abbundsoftware ermöglicht bereits den maschinellen Zuschnitt aller Hölzer auf computergesteuerten Abbundanlagen.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Abbundsoftware

B

Balken

Ein Balken ist ein tragendes Element in der Baukonstruktion. Durch seine Form und die Materialbeschaffenheit ist der Balken für viele Funktionen geeignet. Die Bezeichnung nach der Funktion des Balkens, des Einbauortes oder nach dem Material ist üblich. lbeton, übergegangen. Verwandt steht Balkon (Vorbau am Freiträger). nierter Querschnitt (quadratisch, rund, rechteckig), nach Usance etwa über 200 mm, im Verhältnis zu einer großen Länge, bestimmen seine Form. Sein eher gleiches Maß im Querschnitt unterscheidet den Balken von Bauteilen wie Bohle, Diele, und anderem. Funktionell bezeichnet man den waagrechter Balken als Träger, nur einseitig eingespannt Freiträger, beim Überspannen von Bauöffnungen Sturz, im Rahmenbau als Riegel, in der Dachkonstruktion als Pfette, und anderem je nach Einsatz, den senkrechten Balken als Säule, stehend belastet als Steher, Stiel, belastet oder unbelastet als Pfosten, hängend auf Zug belastet Hängesäule. Schräge Balken finden sich unter Namen wie Sparren (Dach), als Strebe (technische Fachwerke), Kopfband, Bug (Diagonalstrebe in Holzfachwerk), und vieles anderes mehr. Die Aneinanderreihung von Balken nebeneinander, zum Zweck des flächigen Abdeckens, ist waagrecht abdeckend die Balkenlage, senkrecht mit liegendem Balken das Blockwerk, mit stehendem Balken das Ständerwerk. Baumstammes. Nach der möglichen Längsteilung des Baumstammes und Nutzung des maximalen Stammesquerschnittes entsteht ein quadratisches oder ein rechteckiges Ganzholz (ein Balken), Halbholz (zwei Balken), Kreuzholz (vier Balken) oder Sechstelholz (sechs Balken).

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Balken

Bauholz

Bauholz ist Holz, das als Baustoff zur Errichtung von Gebäuden und anderen Bauwerken verwendet wird. Je nach Form und Verarbeitungsgrad wird zwischen verschiedenen Bauholzprodukten unterschieden, die in die Kategorien Vollholz, Brettschichtholz und Holzwerkstoff eingeordnet werden. Verschiedene Normen definieren Qualitätsansprüche und Eigenschaften, welche die Bauholzprodukte, je nach Verwendung, erfüllen müssen.

Hochwertigere Qualitätsklassen werden teilweise als sogenanntes Konstruktionsvollholz vom Bauholz unterschieden.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bauholz

Baurundholz

Baurundholz

Baumstämme von Weißtannen aus Gersbach (Südschwarzwald) stützen auf der Expo 2000 das größte freitragende Holzdach der Welt

Baurundholz besteht aus entästeten, entrindeten oder rundgeschälten Baumstämmen bzw. Stammabschnitten, auch als Rundholz bezeichnet. Diese werden oft ohne weitere Verarbeitung als Pfahl/Pflock, etwa als Pfosten oder Stützen, Rammpfahl (Pilot), Masten, Palisaden, zum Bau von Spielplatzgeräten, sowie im Wasserbau z. B. als Dalben verwendet.

Qualitätsanforderungen für Baurundholz sind in der DIN 4074 Teil 2 Bauholz für Holzbauteile; Gütebedingungen für Baurundholz. (Nadelholz) definiert.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bauholz

Bauschnittholz

Bauschnittholz

Bauschnittholz wird aus Rundholz durch Sägen parallel zur Stammachse hergestellt, hat eine Mindestdicke von 6 mm und in der Regel einen rechteckigen oder annähernd rechteckigen Querschnitt. Es kann scharfkantig eingeschnitten sein oder Baumkanten haben.

Voraussetzung für die Verwendung als Bauschnittholz für tragende Zwecke, wie z. B. Dachstühle, ist die Sortierung nach der Tragfähigkeit gemäß DIN 4074 (Teil 1 für Nadelschnittholz bzw. Teil 5 für Laubschnittholz).[1] Die früher häufig angewendete Sortierung nach den Tegernseer Gebräuchen ist für Bauholz nicht mehr maßgeblich. Die DIN 4074 wurde als Produktnorm in die Bauregelliste aufgenommen und ist bauaufsichtlich eingeführt. Bauschnittholz für tragende Zwecke muss also zwingend den Sortierkriterien dieser Norm entsprechen. Als Konstruktionsvollholz wird Bauschnittholz bezeichnet, das gemäß einer Verbändevereinbarung gegenüber der DIN 4074 erhöhte Qualitätsanforderungen erfüllt.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bauholz

Blockhaus

Ein Blockhaus oder eine Blockhütte ist ein Gebäude mit Wänden aus übereinanderliegenden, rohen oder bearbeiteten Baumstämmen.

Das Blockhaus ist eine Neuentwicklung neben der baugeschichtlich älteren Ständerbauweise - wobei eine Aufschichtung von Stammlagen zwischen Ständern eine mögliche Übergangsform bildet. Eine Weiterentwicklung des Blockhauses ist das Umgebindehaus. Material [Bearbeiten]

Die Balken werden in regelmäßigem Abstand durch große hölzerne Dübel gesichert. Die aufeinandergelegten Stämme oder Balken wurden früher mit Moos, Schafwolle oder Leinen abgedichtet. Die gesägten/behauenen Blockbohlen werden oben und unten teils auch mit einer Rundung oder Längsnut von Zapfen zu Zapfen versehen, welche das Dichtungsmaterial (ursprünglich Moos) aufnimmt. Für Häuser aus industriell geformten Balken lassen sich exzellente, brandschutztaugliche Passerprofile erzeugen, die eine Dübelung unnötig machen, und auch dauerelastisches Dichtband aufnehmen können. So lassen sich die thermischen Qualitäten von Vollholz auf zeitgenössischem Isolierungsstand nutzen.

Mitunter wird auf die passgenaue Anpassung der Stammlagen verzichtet und mit größeren Mengen, zumeist synthetischer, Dichtmasse gearbeitet. In einschlägigen Prospekten wird dies als Chinker nach engl. chink ‚Riss, Fuge‘ bezeichnet. Parallelanriss [Bearbeiten]

Parallelanriss (engl. (full) scribing) ist das Verfahren, wie man die Kontur des unteren Stammes auf den oberen überträgt, falls nicht bereits vorgefräste Balken in Standardmaßen Verwendung finden. Anhand dieses Risses wird der nächstobere Stamm ausgearbeitet. Man benutzt hierzu einen speziellen Zirkel, der idealerweise mit einer integrierten Wasserwaage die senkrechte Führung beim Anreißen gewährleistet. Der Zirkel (engl. scriber) unterstützt auch die Ausarbeitung der Ecken, falls man nicht standardisierte Stämme nutzt, die sich mittels Schablone vorbereiten lassen. Eckverbindungen [Bearbeiten]

Besonderes viele Techniken gibt es in der Ausführung der Ecken, der Schrot, altertümlich das Zimmer, von dem sich die Bezeichnung ‚Zimmermann‘ ableitet. Sie offenbaren die Handschrift und das Können eines Zimmermanns.

Bei der Sattelkerbenbauart (Verkämmung) werden im oben- und untenliegenden Stamm Kerben gefertigt. Bei der kanadischen Sattelkerbenbauart wird im Bereich der Kerbe die Stammoberseite zu einem Keil. Dieser Keil hat keine Spitze, sondern einen Sattel. Der obere Stamm kann nachrutschen, wenn der untere im Durchmesser kleiner wird. Bei der Rundkerbe erhält der oben liegende Stamm eine zum unten liegenden Stamm passende Kerbe. Überblattung erfordert eine seitliche Verjüngung des Stammes und Aussparungen oben und unten am Stamm am Kamm. Verzinkung als Schwalbenschwanzverbindungen finden Verwendung bei gesägten oder behauenen Balken und werden oft ohne Überstand ausgeführt. Dabei bildet ein Stamm genau einen Schwalbenschwanz, der in beide Richtungen geneigt ist. Damit werden die Stämme in beide Richtungen arretiert, dies ist bei einer Verbindung von Brettern mit mehreren Zapfen an einem Brett natürlich nicht möglich. Zusätzlich können zugunsten einer höheren Dichtigkeit weitere Fugen eingebaut werden.

Im Alpenraum üblich ist die Zierschrot, Malschrot oder Klingschrot, in der die sichtigen Hirne – insbesondere beim Eingreifen der Zwischenwände in die Außenwand – zu Ornamenten wie Kreuzen, Herzen, Kirchen, Häusern oder anderen Bildern fein sauber ausgearbeitet sind. Jeder Balken erhält dabei ein anderes Zeichen. Im Bayrisch-Salzburgisch-Tirolischen Raum erreicht hier die Zimmermannskunst eine ihrer höchsten Ausformungen.[1]

Der Enkelkattsknut ist einer der im schwedischen Blockhausbau gebräuchlichen Eckverbände (andere: Rännknut, Dubbelkattsknut). Er besteht aus einer doppelt geschnittenen Verschränkung mit einem einseitig konischen Zapfen, der zur Außenseite versetzt ist. Er ist relativ aufwändig in der Herstellung und wurde deshalb vorwiegend für Wohnhäuser verwendet, wo die bessere Abdichtung gegen Zugluft bedeutsam war.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Blockhaus

Bohle

Bohle, auch Pfosten, ist die Bezeichnung für ein Stück Schnittholz mit einer gewissen Mindeststärke und ausgeprägter Breite (ein „sehr starkes (Holz-)Brett“).

  • Nach DIN 68252 (Schnittholz im allgemeinen), das eine Dicke von mindestens 40 mm und eine Breite von mindestens dem Zweifachen der Dicke hat.- in Österreich sind Pfosten Holzstücke mit rechteckigem Querschnitt, dicker als ein Brett (nach Norm, das in Österreich maximal 35 mm dick ist). Definitionsgemäß weist ein Pfosten eine Dicke von mindestens 40 mm und maximal 100 mm sägerauh bei einer Breite von ≥18 cm auf. Gehobelte Pfosten können auch nur 35 mm Dicke aufweisen.

Umgangssprachlich werden auch Dielenbretter als Bohlen bezeichnet.

Bohlen werden wegen ihrer höheren Steifigkeit gegenüber Brettern verwendet

Die Bohlen werden besonders von Tischlern und Zimmerleuten verarbeitet. Vergleichsweise am bedeutendsten ist ihre Verwendung beim Schiffbau (vergl. Planke), und dem Holzbau für Gebäude

  • zu Fußböden in untergeordneten Räumen (Ställen, Durchfahrten), historisch als wertvoller Boden ((Dielenboden)
  • zum Belag (Bohlenbelag) von Brückenbahnen, hölzerner und eiserner Straßen- und Eisenbahnbrücken
  • zu Rahmstücken etc.
  • zur Herstellung von Bollwerken

Vorwiegend werden die Nadelhölzer Fichte, Tanne und Lärche zu Pfosten verarbeitet, übliche Verkaufslängen sind 300 bis 500 cm.

Eine Unterlegbohle ist ein gewölbtes Stück Holz mit einer flachen und einer runden Seite. Die Ecken und Kanten sind meistens mit Metallbeschlägen gegen wirkende Kräfte auf der Einsatzstelle geschützt.

Unterlegbohlen sind aufgrund ihrer Einfachheit vielseitig einsetzbar. Bspw. zum Unterlegen bei dem Einsatz von Hebekissen zwischen Fahrzeug und Kissen oder zur Überbrückung von kleinen Wasserläufen. Auch bei festgefahrenen Fahrzeugen können sie wertvolle Anfahrhilfe leisten.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bohle

D

Dach

Das Dach ist der obere Abschluss eines Gebäudes. Zusammen mit den Wänden trennt es Außenraum von Innenraum und schützt vor der Witterung. Seine Gestaltung ist prägend für das gesamte Bauwerk und abhängig von klimatischen Bedingungen, Baustoffen und Baustilen. Im Verlauf der Architekturgeschichte entwickelten sich unterschiedlichste Dachformen.

Bei den meisten Dächern kann zwischen Dachkonstruktion (dem Tragwerk) und der Dachhaut (der Dachdeckung) unterschieden werden. Insbesondere der Baustoff Holz spielt bei den Dachkonstruktionen traditionell eine große Rolle.

An der Gestaltung und Ausführung von Dächern können Berufsgruppen wie Architekten, Tragwerksplaner, Zimmerer und Dachdecker beteiligt sein.

Die von außen sichtbaren Flächen des Daches – ob geneigt oder flach, eben oder gewölbt – sind die Dachflächen, deren Begrenzungs- und gemeinsamen Schnittlinien die Dachkanten. Die obere waagrechte Schnittkante zweier Dachflächen nennt man First. Als Traufe bezeichnet man die untere waagrechte Kante der Dachfläche. Meist ist hier die Dachrinne angebracht.

Der Giebel ist die obere abschließende Wandfläche eines Gebäudes im Bereich des Daches. Die Dachkante am Giebel nennt man Ortgang oder Ort. Dieser verbindet Traufe und First und begrenzt den Giebel nach oben. Kanten, an denen zwei Dachflächen in der Schräge zusammentreffen, werden als Grat (Außenkante) oder Kehle (Innenkante) bezeichnet. Einen Punkt, an dem drei oder mehr Dachflächen aufeinanderstoßen nennt man Anfallspunkt.

Ein Dach versucht immer, möglichst einfachen geometrischen Formen zu folgen, im allgemein Fall Rechtecken. Dachausmittlung nennt man die Übertragung des Dachs in den Grundriss. Sitzt ein Dach einem aus mehreren geometrischen Formen zusammengesetzten Grundriss auf, spricht man von zusammengesetztem Dach, Dach mit Wiederkehr, zerfallendem Dach oder Dachzerfallung. Über schiefwinkligen Vielecken spricht man vom windschiefen Dach – hier sind die Dachflächen zwangsläufig in sich verkrümmt.

Unterbrechungen oder Durchdringungen der Dachhaut bezeichnet man als Dachöffnung, zum Beispiel Dachfenster oder Dachgauben, aber auch die Durchlässe der Schornsteine (Rauchfänge). Das Dachgeschoss ist ein Obergeschoss im Dachraum, der Dachboden ein unausgebauter Raum im gleichen Bereich (bei manchen Konstruktionen wird nicht differenziert). Dachschmuck sind alle außen angebrachten zierenden Elemente am Dach.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dach

Dach-Brandschutz

Wenn es erforderlich ist dass eine Brandwand über die Dachfläche hinausragt, so unterteilt diese die Dachfläche deutlich sichtbar. Dies ist immer der Fall beim Einsatz von weichen Bedachungen. Hier muss die Brandwand immer mindestens 50 cm über die Dachfläche geführt werden. Bei Wohngebäuden mit harten Bedachungen und mehr als 3 Vollgeschossen sind Brandwände mindestens 30 cm über die Dachfläche zu führen. Bei Gebäuden bis zu drei Vollgeschossen ohne erhöhte Brandgefahr sowie beim Einsatz harter Bedachungen können die Brandwandkonstruktionen auch so ausgeführt werden, dass sie in der Dachfläche nicht in Erscheinung treten. Auch bei Ausführung der Dachflächen mit Dachpappen oder einer ähnlichen Dachhaut ist selbst bei einer Unterdachführung der Brandwand eine deutliche Teilung zu erkennen weil im Bereich der Brandwand die Dachpappe durch Blech oder andere nichtbrennbare Baustoffe zu ersetzen ist.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dach

Dachaufbau

Als Dachaufbau bezeichnet man den baukonstruktiven Aufbau eines Daches, also die Kombination und Schichtung tragender und dichtender Bauelemente. Man unterscheidet:

  • Einschalige Dächer (früher: Warmdächer, heute: nicht belüftete Dächer)
  • Zweischalige Dächer (früher: Kaltdächer, heute: belüftete Dächer)
  • Umkehrdächer

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dach

Dachaufbauten

Nur in den seltensten Fällen besteht ein Dach aus gleichförmigen Flächen ohne jegliche besondere Stellen. Typische Aufbauten oder Einschnitte an einem Dach sind:

  • Dachfenster zur Belichtung und Belüftung des Dachraumes
  • Dachgaube: Aufbau auf dem Dach zur Vergösserung und Beleuchtung des Wohnraums unter dem Dach
  • Zwerchhaus, Lukarne oder Zwerchdach: wie Gaube, jedoch steht hier der Zwerchgiebel in der Flucht der Gebäudeaußenwand
  • Dachreiter: ein (oft hölzernes) schlankes Türmchen auf dem Dachfirst
  • Verzierungen und Aufbauten am Giebelsims (siehe Giebelschmuck) bis hin zum Treppengiebel
  • Loggia: ein Einschnitt in das Dach für einen offenen Sitzplatz
  • Dachbalkon, wie Loggia, ragt jedoch teilweise wie ein Balkon aus dem Baukörper heraus.
  • Schornstein und Lüftungsrohre
  • Einrichtungen zur Dachentwässerung wie Dachrinne, Fallrohr oder Wasserspeier
  • Blitzschutzanlage, Begehungshilfen (Treppenstufen)
  • Vorrichtungen gegen Dachlawinen wie Schneefanggitter, Schneefanghaken oder Scheefangbalken
  • Dachantenne, Satellitenschüssel
  • Solaranlage, Solarkollektor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dach

Dachformen

Dächer lassen sich unter anderem nach ihrer Dachform einteilen. Viele Dächer sind jedoch Kombinationen aus verschiedenen Konstruktionen, Formen oder Mischformen, sowie aus mehreren Formen zusammengesetzte Dächer.

  • Flachdach: ebene oder nur leicht (bis 10°) geneigte Dachfläche -- Plattformdach, ein ebenes Flachdach ohne Dachneigung (im Unterschied zu Flachdächern mit geringem Neigungswinkel)
  • Geneigtes Dach -- Berliner Dach, asymmetrische Dachform mit steiler Dachhälfte an der Schauseite -- Bogendach, leicht gewölbtes Dach (flacher als das Tonnendach) -- Faltdach, ähnlich dem Rhombendach, aber mit nach innen "gefalteten" Rauten -- Glockendach, oben konvexer und unten konkaver Helm -- Grabendach, Aneinanderreihung von Schmetterlingsdächern -- Halbtonnendach, Dach in Form eines liegenden Viertelzylinders -- Kegeldach, kegelförmiges Dach -- Krüppelwalmdach, Walmdach mit verkleinertem Walm -- Kuppeldach, Dach in Form einer Kuppel -- Mansarddach, Dachform mit im unteren Bereich steilen, im oberen Bereich flachen Dachflächen -- Paralleldach oder Muldendach, Aneinanderreihung von Satteldächern -- Pultdach, einzelne schräge Dachfläche -- Pyramidendach, Zeltdach über quadratischem Grundriss -- Rhombendach oder Rautendach, besteht meistens aus vier Rauten und vier Giebeln über quadratischem Grundriss -- Ringpultdach, Pultdach über kreisförmigem Grundriss (in der Regel Teil eines Turmdachs) -- Satteldach, klassische Dachform aus zwei geneigten Dachflächen, die im First aufeinandertreffen -- Schleppdach, Erweiterung einer Dachfläche über die Traufe hinaus, ähnlich dem Pultdach -- Schmetterlingsdach, zwei Dachflächen mit gemeinsamer, innenliegender Traufe und zwei Firsten an den Außenseiten -- Sheddach, sägezahnförmige Reihung von zwei unterschiedlich steilen Dachflächen (oft bei Fabrikhallen) -- Tonnendach, Dach in Form eines liegenden Halbzylinders -- Walmdach, Dach mit vier Dachflächen, anstelle eines Giebels sind die Schmalseiten ebenfalls abgeschrägt -- Zeltdach, mehrere einander zugeneigte Dachflächen -- Zollingerdach, eine Zwischenform von Mansarddach und Tonnendach -- Zwiebelhelm, oben konkaver, unten konvexer Helm
  • Freigeformtes Dach, Schalen, Kuppeln, und andere geometrische Formen, sowie völlig freie Formen der modernen Architektur

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dach

Dachhaut

Als Dachhaut bezeichnet man die äußere Schicht des Daches, also die Dachdeckung bei geneigten Dächern (regensicher, aber nicht wasserdicht) oder die Dachabdichtung (wasserundurchlässig) bei Flachdächern. Ein eingedecktes Dach schützt lediglich gegen Regen, ein abgedichtetes Dach ist wasserdicht. Die Grenze zwischen Eindeckung und Abdichtung ist jedoch fließend. Je nach Bauform, Neigung, Witterungs- und juristischen Bedingungen kommen verschiedenen Materialien zum Einsatz. Man unterscheidet zwischen harten und weichen Bedachungen.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dach

Dachkonstruktion

Dachkonstruktion bezeichnet das Traggerüst eines Daches, die für seine Standsicherheit notwendige Konstruktion. Der Begriff grenzt sich insofern von Dachdeckung und Dachhaut ab, die von der Dachkonstruktion getragen wird. Ein vergleichbarer Begriff ist Dachtragwerk, als das Tragwerk eines Daches. Dachwerk bezeichnet die Gesamtheit der hölzernen Dachkonstruktion. Dachgerüst ist eine weitere Alternativbezeichnung für die Gesamtheit der die Dachhaut tragenden Konstruktion.

Eine bedeutende Rolle bei Dachkonstruktionen spielt der Baustoff Holz, insbesondere im Rahmen der zwei klassischen Varianten, dem Sparrendach und dem Pfettendach. Der zweite traditionell bedeutende Naturbaustoff der Zimmerei ist Bambus, der in Ostasien eigenständige Formen der Dachkonstruktionen hervorgebracht hat. Stahl- und Stahlbetonkonstruktionen finden sich insbesondere bei großen Hallen, in der modernen Architektur verwendet man zunehmend auch Kunststoffe und Verbundwerkstoffe für die Konstruktion.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dach

F

Fachwerk

Dachkonstruktion bezeichnet das Traggerüst eines Daches, die für seine Standsicherheit notwendige Konstruktion. Der Begriff grenzt sich insofern von Dachdeckung und Dachhaut ab, die von der Dachkonstruktion getragen wird. Ein vergleichbarer Begriff ist Dachtragwerk, als das Tragwerk eines Daches. Dachwerk bezeichnet die Gesamtheit der hölzernen Dachkonstruktion. Dachgerüst ist eine weitere Alternativbezeichnung für die Gesamtheit der die Dachhaut tragenden Konstruktion. Eine bedeutende Rolle bei Dachkonstruktionen spielt der Baustoff Holz, insbesondere im Rahmen der zwei klassischen Varianten, dem Sparrendach und dem Pfettendach. Der zweite traditionell bedeutende Naturbaustoff der Zimmerei ist Bambus, der in Ostasien eigenständige Formen der Dachkonstruktionen hervorgebracht hat. Stahl- und Stahlbetonkonstruktionen finden sich insbesondere bei großen Hallen, in der modernen Architektur verwendet man zunehmend auch Kunststoffe und Verbundwerkstoffe für die Konstruktion.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fachwerk

H

Holz

Holz (von germanisch *holta, aus idg. *kl?t?o) bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch das feste bzw. harte Gewebe der Sprossachsen (Stamm, Äste und Zweige) von Bäumen und Sträuchern. Botanisch wird Holz als das vom Kambium erzeugte sekundäre Xylem der Samenpflanzen definiert. Nach dieser Definition sind die holzigen Gewebe der Palmen und anderer höherer Pflanzen allerdings kein Holz im engeren Sinn. Kennzeichnend ist aber auch hier die Einlagerung von Lignin in die Zellwand. In einer weitergehenden Definition wird Holz daher auch als lignifiziertes (verholztes) pflanzliches Gewebe begriffen. Kulturhistorisch gesehen zählen Gehölze wohl zu den ältesten genutzten Pflanzen. Als vielseitiger, insbesondere aber nachwachsender Rohstoff stellt Holz bis heute eines der wichtigsten Pflanzenprodukte dar.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Holz

Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau (auch Holzriegelbau) zählt zu den wesentlichen Holzbausystemen und ist eng verwandt mit der Holztafelbauweise. Der Unterschied liegt darin, dass bei der Holzrahmenbauweise der Holzrahmen im Werk unvollständig vorgefertigt wird und anschließend auf der Baustelle standsicher montiert wird. Daraufhin erfolgt der weitere Ausbau (Türen- und Fenstereinbau, Wärmedämmung, Haustechnik) auf der Baustelle. Er ist in den nördlichen und Alpenländern seit langem verbreitet, weil er auch bei geringen Wandstärken eine ausgezeichnete Wärmedämmung besitzt. Die Bauweise zeichnet sich dadurch aus, dass ein tragendes „Holzgerüst“ (der so genannte Rahmen) beidseits mit Platten-Werkstoffen verkleidet wird. Diese Platten sind üblicherweise - Holz- oder Faserplatten, - bzw. Gips- oder Gipskartonplatten und dienen dazu, dass ein Raum-abschließendes, flächiges Element entsteht und dass der Holzrahmen in sich ausgesteift wird.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Holzrahmenbau

Holzschutz

Holzschutz umfasst alle Maßnahmen, die eine Wertminderung oder Zerstörung von Holz, Holzwerkstoffen oder Holzkonstruktionen (z. B. Blockhäuser, Dachkonstruktionen, Möbel, Bauholz, Gartenholz, Leitungsmasten, Eisenbahnschwellen) vor Schädigungen durch Witterung, Insekten und Pilze verhüten und damit eine lange Gebrauchsdauer sicherstellen. Neben dem konstruktiven Holzschutz ist auch die Anwendung unterschiedlicher Holzschutzmittel und Holzschutzverfahren zum Schutz des Holzes bekannt. Der Begriff "Holzschutz" ist nicht nur auf den Einsatz chemischer Mittel zu beschränken. Der Holzschutz beginnt schon mit dem so genannten "konstruktiven Holzschutz". Darunter sind z. B. die Auswahl der Hölzer, Fällzeiten, die Bearbeitung und die Art und Weise der Verbauung zu verstehen. Dieser Artikel behandelt vorrangig den vorbeugenden Holzschutz. Zum Thema "Bekämpfender Holzschutz" siehe Holzschädlingsbekämpfung. Für eine Detailübersicht über alle Teilbereiche von Holzschutz bitte schau in Kategorie ...

Quelle: Wikipedia- http://de.wikipedia.org/wiki/Holzschutz

Holztafelbau

Der Holztafelbau, auch als Holztafelbauweise bezeichnet, ist eine verbreitete Holzbauweise von Fertighäusern. Als Tafeln werden die flächigen, selbsttragenden Holzkonstruktionen bezeichnet. Sie stellen die Wände des Gesamtbauwerks einschließlich aller wesentlichen Einbauten dar, werden in einem Werk vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle zusammengefügt.[1] Der Holztafelbau ähnelt dem Holzrahmenbau, bei dem die Holztafeln aber nur unvollständig bis zu einem Rahmen vormontiert werden und erst auf der Baustelle mit Wärmedämmung und Einbauten sowie abschließend der zweiten Beplankung versehen werden.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Holztafelbau

Holzwerkstoffe

Holzwerkstoffe sind Werkstoffe, die durch Zerkleinern von Holz und anschließendes Zusammenfügen der Strukturelemente erzeugt werden. Größe und Form der Holzpartikel entscheiden schließlich über die Art des Holzwerkstoffes und seine Eigenschaften. Die Holzpartikel können ohne oder mit Bindemitteln oder mechanischen Verbindungen miteinander verbunden sein. Holzwerkstoffe können aus verschiedenen Typen von zerkleinertem Holz bestehen, die sich im Wesentlichen durch ihre Größe unterscheiden. Zu den größten Strukturelementen gehören Schnitthölzer, vor allem Bretter, sowie Furniere unterschiedlicher Dicke. Kleine Elemente stellen Holzspäne unterschiedlicher Größe (Grob- bis Feinspäne), Hackschnitzel, Holzwolle, Holzfasern und Stäube dar. Neben Holz können auch andere lignocellulosischen Materialien wie Getreidestroh, Hanfschäben oder Miscanthus verwendet werden. Die Eigenschaften der Holzwerkstoffe ändern sich stark mit der Größe und Form der Holzpartikel.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Holzwerkstoff

K

Kantholz

Kantholz Als Kanthölzer bezeichnet man Bauholz, das durch Beschlagen (Formen des Kantholzes per Axt) oder Sägen mit vier im rechten Winkel zueinander stehenden Kanten versehen ist, welche die Querschnittsfläche ergeben. Kanthölzer werden sowohl im Bauwesen, als auch in der Möbeltischlerei eingesetzt. Sie dienen dort als Tischbeine, Verstrebungen, Lehnen und vieles andere. Als Bauschnittholz weisen Kanthölzer eine Mindestdicke von 4 cm nach DIN 4074 Bauschnittholz (bzw. 6 cm DIN 68252 für Handelsware allgemein) auf, wobei die Querschnittshöhe maximal das dreifache der Breite beträgt. Wichtige Einsatzbereichze von Kanthölzern sind bzw. waren z. B. Dachsparren, Stützen und Fachwerk.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kantholz

Kernholz

Kernholz bezeichnet bei zahlreichen Baumarten im Stammquerschnitt die physiologisch nicht mehr aktive, meist dunkle, innere Zone, die sich deutlich vom äußeren, hellen Splintholz unterscheidet. Es entsteht durch sekundäre Stoffwechselvorgänge des absterbenden Parenchym im inneren Splintholz. Echtes Kernholz enthält überwiegend farbige, meist phenolische Inhaltsstoffe (Kernstoffe), welche die Zellwände imprägnieren und in der Regel die Dauerhaftigkeit des Holzes erhöhen. Der Baum unterbricht außerdem die Verbindungen zwischen den Zellen durch Verschluss der Hoftüpfel (Nadelholz) oder durch Verthyllung der Gefäße (Laubholz), so dass kein kapillarer Austausch mehr möglich ist. Kernholz ist totes Holz (siehe auch Verkernung). Reifholz ist ebenfalls Kernholz, hebt sich aber farblich nicht vom Splintholz ab. Die früher gebräuchliche Unterscheidung in Kern- und Reifholz ist veraltet. Podocarpus bildet z.B. ein helles, aber dauerhaftes Reifholz (= Kernholz), während die Fichte ein wenig dau ...

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Kernholz

L

Laubholz

Laubholz Nadel- und Laubbaumholz Fichtenholz Kiefernholz Kirschbaumholz Palisanderholz Das entwicklungsgeschichtlich jüngere Laubholzgewebe ist wesentlich differenzierter als das des Nadelholzes. Man kann es in drei funktionale Gruppen einteilen. 1. Leitgewebe: Gefäße (Tracheen), Gefäßtracheiden, vasizentrische Tracheiden. Die beiden letzteren sind Zwischenstufen in der Entwicklung von der Tracheide zum Gefäß. 2. Festigungsgewebe: Libriformfasern, Fasertracheiden 3. Speichergewebe: Holzstrahlenparenchymzellen, Längsparenchymzellen, Epithelzellen Charakteristisch für Laubhölzer sind die in Nadelhölzern nicht vorhandenen Gefäße. Sie sind oft mit bloßem Auge als kleine Poren im Holzquerschnitt und als Rillen im Tangentialschnitt zu erkennen. Man unterscheidet hier, je nach Anordnung dieser Tracheen: - ringporige Hölzer (z. B. Eiche, Edelkastanie, Esche, Robinie, Ulme): diese Arten bilden im Frühholz weitlumige Gefäße, im Spätholz hingegen vorwiege ...

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Holz

Lehmbau

Lehmbau bezeichnet die Erstellung von Bauwerken aus Lehm sowie die so erstellten Bauwerke selbst. Es ist die Bauweise beim Einsatz von Lehmziegeln. Zusammensetzung: Der zum Bauen verwendete Lehm ist eine Mischung aus Ton, Schluff (Feinstsand) und Sand, die feucht in Form gebracht und dann getrocknet wird. Wenn der Lehm zu viel Sand enthält (er ist zu mager), wird er bröckelig; zu viel Ton (er ist zu fett) bewirkt, dass er Risse bekommt. In vielen Gegenden wird dem Lehm Stroh zugesetzt; dies ist nicht unbedingt erforderlich, bewirkt aber eine geringere Dichte des entstehenden Materials und damit bessere Wärmedämmeigenschaften. Außerdem wirkt das Stroh als Armierung der Rissbildung entgegen. Teilweise wird auch Kuhdung oder Pferdemist beigemischt. Der zweitere enthält – weil das Pferd kein Wiederkäuer ist, also die Cellulose nicht zersetzt wird – einen hohen Anteil an unverottbaren Faserstoffen. Außerdem gehen die organischen Anteile des Dungs mit den mineralischen Lehmbestandteilen ...

Quelle: wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Lehmbau

M

Massivholzbau

Der Massivholzbau bezeichnet eine Bauweise im Holzbau und unterscheidet sich von anderen Holzbauweisen wie dem Skelettbau oder dem Holzrahmenbau durch seinen durchgehend massiven Elementaufbau. Massive Holzbauelemente werden als Wand-, Dach- und Deckenelemente hergestellt. Konstruktiv handelt es sich dabei um Brettschichtholz bzw. Brettsperrholz. Die einzelnen Brettlagen können miteinander verleimt oder mit Holzdübeln oder Drahtstiften verbunden sein. Durch die großen, in der Regel vorgefertigten Wandelemente werden kurze Bauzeiten erzielt und so die Kosten gesenkt. Der Rohbau für ein Einfamilienhaus kann so beispielsweise in rund drei Tagen errichtet und wetterfest geschlossen werden.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Massivholzbau

N

Nadelholz

Nadelholz Entwicklungsgeschichtlich sind Nadelhölzer älter als Laubhölzer, haben daher einen einfacheren anatomischen Zellaufbau als diese und besitzen nur zwei Zellarten. 1. Tracheiden: Langgestreckte (prosenchymatische) an den Enden spitz zulaufende Zellen, die nur mit Luft oder Wasser gefüllt sind. Sie vereinigen Leitungs- und Festigungsfunktion und haben einen Anteil von 90 bis 100 % der Holzsubstanz. Über so genannte Tüpfel bzw. Hoftüpfel erfolgt der Wasseraustausch zwischen den Zellen. In den Holzstrahlen sorgen sie als Quertracheiden für den Wasser- und Nährstofftransport in radialer Richtung. Sie haben einen Anteil von 4 bis 12 % an der gesamten Holzsubstanz. 2. Parenchymzellen: Im Längsschnitt meist rechteckige Zellen, die die Leitung von Nähr- und Wuchsstoffen sowie die Speicherung von Stärke und Fetten übernehmen. In radialer Richtung bilden sie als Holzstrahlparenchym den Großteil des Holzstrahlgewebes. Die die Harzkanäle umgebenden Parenchymzellen fungieren als Ep ...

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Holz

P

Pfette

Eine Pfette, oder Dachpfette ist ein waagerechter Träger in einer Dachkonstruktion. Je nach Lage wird zwischen Firstpfette, Mittelpfette und Fußpfette unterschieden. Pfetten liegen in der Regel parallel zu First und Traufe eines Daches. Die Pfette ist eine Zwischenkonstruktion im Pfettendach. Sie trägt die rechtwinklig darüber angeordneten Sparren und leitet die Last in Stützen und Wände weiter. Das Sparrendach kommt demgegenüber auch ohne Pfetten aus. Pfetten, die zusätzlich auch die Funktion von Sparren übernehmen, werden Pfettensparren (auch Sparrenpfetten) genannt und können beispielsweise als Koppelpfette ausgeführt sein. Die Firstpfette hat ihre Bezeichnung nach ihrer Lage im First des Daches. Sie ist die höchstgelegen Pfette der Konstruktion und trägt ihre Lasten über Stützen und Wände ab. Die Mittelpfette, auch Zwischenpfette, liegt zwischen First- und Fußpfette und dient zur Zwischenunterstützung der Sparren, insbesondere wenn diese größere Spannweiten überbrücken müs ...

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Pfette

S

Schiftung

Der Begriff Schiftung bezeichnet die gezielete räumliche Aufstellung von Holzteilen. Sie ist eine von Zimmerleuten angewandte, geometrische Verschneidung von Hölzern, in der Fläche und des Raumes. Im Holzbau ist sie eine Handwerkstechnik die zur Ermittlung schräger Holzbearbeitungen eingesetzt wird. Die Schiftung ist Bestandteil des Abbunds und wird zum Beispiel zur Herstellung eines Dachtragwerkes verwendet, um eine ununterbrochene Kraftübertragung zu gewährleisten. Eine Alternative zur Schiftung ist der mit mathematischen Berechnungen durchgeführte rechnerische Abbund, beziehungsweise der EDV-gestützte Abbund mittels Abbundsoftware. Das Wort Schiften (englisch: to shift) kommt vom Schaft (ahd. scaft = entrindeter Zweig) - daher auch der Schifter beziehungsweise Schiftsparren, ein spezieller Dachsparren, der einen schrägen Abschnitt hat um an einen Gratsparren, Kehlsparren oder Gratkehlsparren anzuschließen. Althergebracht wurde die Schiftung beim Abbund auf den Reißboden …

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Schiften

Schnittholz

Schnittholz ist ein Holzerzeugnis, das durch Sägen von Rundholz parallel zur Stammachse hergestellt wird. Es kann scharfkantig sein oder Baumkanten aufweisen. Das frisch eingeschnittene Holz (als genormtes Produkt nach DIN 68252 Begriffe für Schnittholz, Form und Maße) besitzt zunächst noch keine bauaufsichtliche Zulassung für die Verwendung als Bauholz (als Bauschnittholz) für tragende oder aussteifende Zwecke. Es muss zuerst auf eine Holzfeuchte von max. 20% getrocknet und dann anhand der in der DIN 4074 festgelegten Kriterien nach der Tragfähigkeit sortiert werden. Einige dieser Sortierkriterien sind z. B. die Lage und Größe von Ästen, die Art, Lage und Tiefe von Rissen, sowie die Faserneigung (die Holzfasern sollten möglichst parallel zur Längsachse des Holzquerschnitts verlaufen). Nur Holz, das die Sortierkriterien erfüllt, darf für tragende oder aussteifende Zwecke am Bau verwendet werden.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schnittholz

 

Skelettbau

Unter Skelettbau (gelegentlich auch Gerippebau genannt) versteht man in der Architektur und im Bauwesen eine Art des Tragwerks eines Bauwerks. Dabei wird der Rohbau des Bauwerks aus Elementen zusammengesetzt, die eine primär tragende Funktion haben. Wie bei einem Skelett entsteht so eine Tragstruktur. Im Folgenden wird der Skelettbau mit einer Fassade (Haut bzw. Hülle) bekleidet und im Inneren meist mit nicht tragenden Wänden ausgebaut. Im Gegensatz zum Massivbau übernehmen die tragenden, vertikalen Bauteile des Skelettbaus oft keine Raum-abschließende Funktion. Eine Ausnahme hiervon sind unter anderem einige Arten des Fertigteilbaues - beispielsweise der Holzriegelbau - wo die tragenden Elemente auch im Sinne des Innenausbaues vorgefertigt sind.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Skelettbau

Sparren

Als Sparren oder Dachsparren bezeichnet man in Dachkonstruktionen die Träger, die von der Traufe zum First verlaufen und die Dachhaut tragen. In der Aufsicht sind sie üblicherweise rechtwinklig zum First angeordnet. Der Dachsparren kommt entweder als geneigter Einfeldträger, oder geneigter Mehrfeldträger, jeweils mit oder ohne Kragarm vor. Das Wort Sparren ist im Deutschen seit dem 11. Jahrhundert belegt (mhd. sparre, ahd. sparro), es wird eine gemeinsame Grundlage mit dem Verb „sperren“ in der Bedeutung „Balken aufrichten, Beine spreizen (wie die Sparren auf dem Dach)“ angenommen. Die Gesamtheit der Sparren eines Daches bildet die Ebenen der Dachflächen und wird als Sparrenlage bezeichnet. Der Begriff der Sparrenlage kann auch die zeichnerische Darstellung einer Sparrenaufsicht ansprechen. Heute wird die zeichnerische Darstellung der Aufsicht auf die Gesamtheit der Sparren eines Daches, beispielsweise im Rahmen einer Ausführungsplanung, auch als Sparrenplan bezeichnet. Die Sparr ...

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Sparren

T

Tragwerk

Tragwerk ist im Bauwesen eine Bezeichnung für das statische Gesamtsystem der Tragglieder, die maßgeblich für die Standsicherheit eines Bauwerks sind. Das Tragwerk eines Gebäudes besteht in der Regel aus Decken, Balken, Stützen, Wänden und der Gründung. Die Baustatik kennt zwei große Gruppen von Tragwerken: - Stabwerke und Fachwerke (Stäbe, Träger, Stützen, Rahmen) - Flächentragwerke, bestehend aus Platten, Scheiben, Schalen oder Membrane (Flächenstatik).

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Tragwerk (Bauwesen)

Tropenholz

Tropenholz Der Begriff Tropenholz ist durch die Herkunft des Holzes definiert und steht daher außerhalb der Pflanzensystematik. Unter Tropenholz wird vorwiegend das Kernholz tropischer Laubholzarten verstanden. Tropische Hölzer enthalten meist eine artspezifische charakteristische Anordnung der Poren und des Parenchyms. Viele tropische Hölzer zeichnen sich durch vorteilhafte mechanische Eigenschaften infolge des sogenannten Wechseldrehwuchs und durch höhere Dauerhaftigkeit infolge eines sehr hohen Kernstoffgehalts aus. Oftmals werden Farbe oder Maserung als ansprechend empfunden (Edelholz). Die Struktur von Tropenhölzern ist aufgrund des konstanteren Klimas in den Tropen gleichmäßiger als die von Jahrringen geprägte Struktur von Hölzern aus den gemäßigten Breiten. Der Konsum von Tropenholz wurde in den Industrieländern seit den 1970er Jahren kritisch diskutiert, da der Bestand der tropischen Regenwälder unter anderem durch Raubbau gefährdet ist. Andererseits stellt Holz einen wichti ...

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Holz

W

Wärmedämmung

Wärmedämmung soll den Durchgang von Wärmeenergie möglichst weit reduzieren. Bei Lebewesen dient die Wärmedämmung zur Reduzierung von Wärmeverluste an eine kalte Umgebung (Extremfälle sind Polregionen und der Weltraum), bei Anlagen der Wärmetechnik steht die Vermeidung von Verlusten durch Wärmeabgabe bzw. -abstrahlung im Mittelpunkt und bei Kälteanlagen soll der Eintrag von Umgebungswärme vermindert werden. Die Wärmedämmung von Gebäuden wird durch die Bauweise vorgegeben und kann durch Einsatz von Dämmstoffen verstärkt werden. Passivhäuser mit optimaler Dämmung kommen ohne Heizung (Ofen, Herd usw.) aus, weil die Abwärme der Nutzer zur Schaffung einer behaglichen Temperatur im Inneren ausreicht. - Die Umgangssprache spricht in solchen Fällen häufig von Isolierung, doch dieser Begriff wird nur noch für die Be-/Verhinderung von elektrischem Stromfluss verwendet. - Der Schutz eines Gebäudes vor dem Eindringen von Wasser wird als Bauwerksabdichtung bezeichnet. Beispiele für die Anwend ...

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Wärmedämmung

Z

Zimmerei

Eine Zimmerei ist ein Holzbaubetrieb, der auch darüber hinausgehende Tätigkeitsfelder wie Treppenbau und Dachdeckung ausführen darf. In einer Zimmerei arbeiten meist mehrere Zimmerer an der Herstellung und Bearbeitung von Holzbauwerken, Holzkonstruktionen und Bauteilen. Das hauptsächlich zur Verarbeitung kommende Material ist Vollholz in seinen verschiedenen Ausprägungen (Schnittholz, Furniere usw.). In den letzten Jahrzehnten kamen jedoch immer mehr Holzwerkstoffe in Form von Plattenwerkstoffen und Kunststoffe sowie Aluminium hinzu. Eine Zimmerei kann grob in drei Bereiche eingeteilt werden: Maschinenhalle, Abbundhalle oder Abbundplatz. In einigen Zimmereien ist ein Lagerplatz für das Aufstapeln und Trocknen des Schnittholzes untergebracht.

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zimmerei